Was tun bei einem Todesfall?

Das ist jetzt zu tun: Hilfe und Ideen

Nur zu oft trifft uns der Tod einer/eines Angehörigen oder Freund/Freundin völlig unvorbereitet. Es fallen zahlreiche Aufgaben und Formalitäten an, mit denen man sich nie zuvor befasst hat. Wir haben eine kleine Übersicht zusammengestellt, welche den Ablauf und die wichtigsten allgemeinen Aufgaben zusammenfasst.

Bei speziellen Fragen stehen wir Ihnen jederzeit telefonisch unter 06216 / 6509 zur Verfügung.

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    Nach dem Eintritt des Todes

    1. LEICHENSCHAUSCHEIN

    Wenn der Tod in einem Krankenhaus oder Heim eintritt – was heute meistens der Fall ist – kümmert man sich dort um die Ausstellung des sogenannten „Leichenschauscheins“. Hierauf werden alle wichtigen Informationen zur/zum Verstorbenen und zu den Umständen des Todes festgehalten. Sollte der Tod zu Hause eintreten, müssen Sie selbst den Hausarzt benachrichtigen, der dann die Papiere ausstellt. Die Kosten für die Ausstellung übernimmt nicht die Krankenkasse, sondern es wird den Hinterbliebenen eine separate Rechnung ausgestellt.

    2. BENACHRICHTIGUNG VON ANGEHÖRIGEN UND FREUNDEN

    Es ist eine große emotionale Aufgabe für die Benachrichtigung der weiteren Hinterbliebenen zuständig zu sein. Oft wird der Stress der kommenden Tage und die Trauer selbst unterschätzt. Es hilft eine kleine to-do-Liste zu führen, um nichts zu vergessen.

    Bei der Benachrichtigung ist das persönliche Gespräch immer der beste Weg. Dennoch ist es wichtig, Allen so schnell wie möglich Bescheid zu sagen. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Gegenüber – sollten Sie telefonieren – in keiner Situation ist, in der es sich und andere im Schock in Gefahr bringen kann. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Hinterbliebene in solchen Situationen gerne Fakten haben wollen, an denen Sie sich festhalten können.

    Im Gespräch selbst:

    • Kommen Sie schnell auf den Punkt, Ihr Gegenüber hört schon an Ihrer Stimme, dass etwas Schlimmes passiert sein muss.

    • Teilen Sie mit was passiert ist (Was? Warum? Wann? Wo?).

    • Klären Sie, ob Ihr Gegenüber gerade alleine ist oder ob es jemanden gibt, der zeitnah vorbeikommen kann.

    • Sofern Sie es schon wissen, teilen Sie ihr/ihm mit, ob und wann man die/den Verstorbenen noch einmal sehen kann (fragen Sie uns oder das Krankenhaus, aber auch zu Hause kann die/der Verstorbene noch für einen gewissen Zeitraum bleiben).

    • Erklären Sie, was als nächstes passiert (Wer kümmert sich um die Bestattung? Wann steht der Termin?).

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    1 bis 2 Tage nach dem Versterben

    3. WER KÜMMERT SICH UM DIE BESTATTUNG?

    In den meisten Fällen ergibt sich von selbst, wer sich um die Bestattung und die Formalitäten kümmert. Oft ist jemand vor Ort, der/dem alle vertrauen und die Familie ist sich einig oder die/der Verstorbene hat die wichtigsten Fakten im Vorfeld schon selber geklärt. Wo es aber unklar ist, legt der Gesetzgeber eine Reihenfolge fest:

    1. Ehepartner/Ehepartnerin bzw. Lebenspartner/Lebenspartnerin

    2. Kinder

    3. Eltern

    4. Geschwister

    5. Partner/Partnerin einer auf Dauer angelegten nichtehelichen Gemeinschaft

    6. Großeltern

    7. Enkelkinder

    8. sonstige Verwandte bis zum 3. Grad

    In vielen Fällen stimmen sich die einzelnen Familienmitglieder oder Freunde aber einfach ab, wer sich um welche Aufgaben kümmert.

    4. WAS BRAUCHE ICH ALLES, UM DIE BESTATTUNG ZU BEAUFTRAGEN UND DURCHZUFÜHREN?

    Mit dem Tod eines Menschen sind immer auch viele Verwaltungsaufgaben verbunden. Verträge müssen gekündigt werden und der Nachlass muss geregelt werden.

    Für die Beantragung der wichtigsten Unterlagen brauchen wir folgende Papiere im Original:

    • Geburtsurkunde (vor 1938 Geburts- oder Taufschein)

    • Staatsbürgerschaftsnachweis

    • Heiratsurkunde der letzten Eheschließung

    • Gegebenenfalls rechtskräftiges Scheidungsurteil

    • Falls verwitwet Sterbeurkunde des Ehepartners der -Partnerin

    • Nachweis für einen akademischen Grad

    • Sollte eine Sterbevorsorge vorhanden sein, können wir direkt mit der Versicherung abrechnen. Bitte bringen Sie hierfür die Original-Polizze mit.

      Wenn wir helfen sollen Verträge zu kündigen, brauchen wir eine Übersicht der Verträge und der regelmäßigen Abbuchungen. Die meisten haben dies gesammelt in einem Ordner, oft hilft auch ein Blick in die Kontoauszüge.

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    Im Gespräch mit dem Bestatter

    5. DIE WICHTIGSTEN FRAGEN BEI DER PLANUNG DER BESTATTUNG

    Gerade bei jüngeren Verstorbenen ist es oft schwierig zu wissen, was sie sich selbst für ihre Abschiednahme und Beerdigung gewünscht hätten. Im besten Falle hat sich die/der Verstorbene schon zu Lebzeiten zu den ganz grundsätzlichen Fragen geäußert. Wir haben einen kleinen Fragenkatalog erstellt, an dem auch jeder persönlich die wichtigsten Fragen für eine Bestattung und Abschiednahme klären kann:

    • Welche Hinterbliebenen sind da, die sich verabschieden wollen und wie erreicht man sie? Gibt es Kinder, die eine enge Beziehung zu der/dem Verstorbenen gehabt haben? Wie verabschieden diese sich?

    • Wie soll die/der Verstorbene beerdigt werden? Wird es eine Erd- oder Feuerbestattung? Findet die Abschiednahme bei der Feuerbestattung dennoch am Sarg statt, weil es weniger abstrakt ist, sich an einem Sarg zu verabschieden, als an einer Urne? Soll der Sarg dabei offen sein?